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Alle Ausgaben sind hier zu finden: The Healer Jesus
Lopez.
Hintergründe und Besonderheiten sind in der Einführung der Reihe zu finden.
Jede Ausgabe erzählt eine andere Grenzerfahrung und Hintergründe zur Geistheilung.
The Healer Jesus Lopez, Nr. 34:
Der Geisterjäger deines Vertrauens
„Schachmatt!“ Andrea hatte zum zweiten Mal hintereinander gegen Jesus beim Schach gewonnen. Schon nach der ersten Partie hatte er gespürt, dass heute etwas anders war. Normalerweise verlor Andrea fast immer, außer, er war müde oder gedanklich abgelenkt. Doch heute spielte sie konzentriert, präzise und erstaunlich stark. Dabei fühlte er sich selbst vollkommen fit.
Während er die Figuren für die nächste Runde aufstellte, ließ ihn dieses Gefühl nicht los. Intuitiv öffnete Jesus sein drittes Auge, und musste plötzlich schmunzeln. Er erkannte, dass Andrea einen Schachmeister aus der geistigen Welt zur Hilfe geholt hatte, der ihr beim Schach half. Sie spielte nicht allein. Statt sich darüber zu ärgern, war er stolz auf sie. Schließlich hatte sie nicht nur Schach von ihm gelernt, sondern sie hatte in seinen Seminaren gelernt, die Verbindung zur geistigen Welt bewusst wahrzunehmen und anzuwenden. Er fragte ruhig: „Eine dritte Partie?“ Andrea lächelte ahnungslos und setzte sich wieder ans Brett.
Doch dieses Mal hatte er ihren Trick durchschaut und hatte einen Plan. Während Andrea wieder die Hilfe aus der geistigen Welt nutzte, rief er Unterstützung aus
einer ganz anderen Ebene: die Geister verstorbener Schach-Großmeister. Die Partie wurde intensiv. Zug um Zug entstand eine fast greifbare Spannung im Raum. Schließlich setzte Jesus sie
schachmatt. Andrea sah ihn verblüfft an. „Was hast du getan? Es hat doch vorhin so gut funktioniert.“ Jesus lachte laut. „Ich habe bemerkt, dass du dir Schachhilfe aus der geistigen Welt geholt
hast. Also habe ich mir Hilfe von alten Schachmeistern geholt.“ Einen Moment herrschte Stille, dann mussten beide laut lachen.
„Dir kann man nichts vormachen.“, sagte Andrea kopfschüttelnd.
Genau in diesem Moment klingelte das Handy von Jesus. Es war die Vermieterin der Räumlichkeiten, in denen er seine Geistheilungstage in Düsseldorf veranstaltete. „Jesus, kannst du kurz reden? Es ist dringend.“ „Ja, einen Moment“, sagte er und ging hinaus in den Garten. Die Stimme der Vermieterin klang nervös. „Es spukt hier.“
Sie war nicht panisch. Sie kannte sich mit der Thematik aus und war generell interessiert. Doch es ist etwas anderes, wenn es in den eigenen Räumen spukt. Er hörte zu, was sie als Nächstes sagen wird.
„Erst die Gläser. Im Schrank, hinten an meinem Schreibtisch. Sie standen anders, als ich morgens hereinkam. Ich dachte, ich bilde mir das ein. Dann die Schranktüren. Auf, zu, auf. Ich war alleine in den Räumen. Letzte Woche. Heute Mittag hat sich der Lichtschalter aus der Wand gelöst. Nicht abgefallen, Jesus – herausgesprungen. Die Schraube lag drei Meter weiter, neben dem Schreibtisch."
Während sie sprach, sah er die Räume vor sich. Er kannte sie genau. Hochparterre in einer Seitenstraße zur Bolkerstraße, mit mehreren Fensterbögen zur Front, öffnete sich zum Burgplatz in Düsseldorf und dahinter, schmal und glänzend, der Rhein. Unten, eine Etage tiefer, das Steakrestaurant Block House, das für die Heilabende kein Problem darstellte. Er hatte immer nur die Sorge, ob die Musik nicht nach unten hin stört.
Hinten, am Ende des Hauptraums, hatte Frau Conrads ihren Schreibtisch und ein paar Schränke. Sonst hatte sie alles digitalisiert. Sie baute seit Jahren konsequent ein papierloses Büro auf. Vorn war Platz für bis zu zwanzig Stühle, die er für die Heilungstage in einem Halbkreis aufstellte. Am anderen Ende des Raums stand der lange, schwere Konferenztisch, an dem sie sich nach den Heilsessions gemütlich unterhielten.
Er hörte aufmerksam zu. Dann: „Wann hat das angefangen?"
„Nach dem letzten Heilabend. So etwa eine Woche danach."
Er nickte vor sich hin. Er wusste, was es war.
„Ahh, Frau Conrads, ich weiß, woran es liegt. Ich werde es sofort überprüfen, mich darum kümmern und mich später melden. Alle Erklärungen später."
Sie schwieg kurz.
Sie atmete einmal langsam aus. Dann, sprach sie mit einer sachlichen Stimme:
„Ich vertraue Ihnen. Machen Sie, was zu machen ist."
Das Vertrauen war bei beiden von Anfang an da. Obwohl sie nie viele Worte ausgetauscht hatten, hatten sie gegenseitigen Respekt voreinander. Es war geführt, dass er diese besonderen Räume in der Altstadt gefunden hatte. Er erinnerte sich, wie er die Räume bekommen hatte. Er hatte monatelang gesucht. Düsseldorfer Mieten waren das, was sie immer waren: zu hoch für einen Heiler, der gerade anfing. Er hatte fast aufgegeben. Und dann, an einem Donnerstag im April, kam die Anfrage über Groops, jener Plattform, deren Community er aufgebaut hatte und die ihn später ehrenamtlich als Community-Manager gewinnen konnte. Eine Frau Conrads hatte gehört, dass er Räume suchte. Sie habe etwas frei. In der Altstadt. Direkt am Rhein.
Nach einem Kennenlernen und einer kurzen Sitzung, hatte er die Räume, für einen unschlagbaren Preis erhalten. Heute weiß er, dass sie ihm den Start erleichtern wollte und damit ihren Teil dazu tat, Licht in die Welt zu bringen. Es war alles in Fügung gegangen. Die Community auf Groops. Die Räume. Die Begegnung.
Er setzte sich zum Meditieren hin. Er schloss die Augen, atmete zehnmal tief ein und aus. Sofort reiste er auf der Astralebene zu den Räumen hin, um zu sehen, was da vor sich ging. Und er sah die Geister.
Es waren nicht viele. Acht, zehn vielleicht. Die Verstorbenen in der Zwischenebene standen in den Räumen, manche auf dem Holzboden, eine an der Wand, einer am Fenster, mit Blick auf den Burgplatz. Sie sahen ihn nicht sofort. Sie waren mit sich selbst beschäftigt. Eine Frau in einer Tracht aus dem letzten Jahrhundert öffnete und schloss die Schranktür hinten neben Frau Conrads' Schreibtisch, prüfend, mit der Aufmerksamkeit eines Kindes, das gerade entdeckt hat, dass die Welt auf seine Bewegungen reagiert. Ein älterer Mann, vielleicht ein ehemaliger Soldat, fummelte am Lichtschalter neben der Tür. Ein junger Mann ging immer wieder durch die Wand zur anderen Seite und zurück.
Jesus blieb in der Mitte des Zimmers stehen und musste sich das Lachen verkneifen. Er musste jetzt ernst werden.
„Leute." Sie drehten sich alle um. Alle, gleichzeitig.
„Ihr könnt hier nicht so weitermachen. Solange ihr wartet."
Stille. Acht, zehn Gesichter, jedes mit einer eigenen Geschichte. Die Frau in der Tracht senkte den Kopf. Der Soldat schaute ihn verdutzt an und zog langsam die Hand vom Schalter zurück.
„Ihr macht der Frau, der dieses Haus gehört, Angst. Sie hat euch nichts getan. Im Gegenteil: ihretwegen finden hier die Heilabende statt, was euch hilft, nach Hause zu kommen."
Er machte eine Pause. Es war keine rhetorische Pause sondern eine Pause der Stille. Es war alles gesagt.
„Bis zum nächsten Heilabend: Verhaltet euch ruhig. Nichts anfassen. Keine Schalter. Keine Schranktüren. Sagt es den anderen, die kommen."
Alle nickten. Sie waren nicht bösartig. Sie waren Wartende, die nicht wussten, wohin mit sich.
Leider verstehen die meisten Menschen nichts von der geistigen Welt und stecken ihre Ängste in Vorurteile und Horrorgeschichten.
Ein Geistheilungstag erzeugt nicht nur Heilung für die Menschen, sondern auch für die Seelen auf der Zwischenebene. Es öffnen sich zu jedem Geistheilungsabend, heutzutage sind es die Geistheilungstage, Dimensionstore in die geistige Welt oder auch umgangssprachlich zum Himmel.
Das spirituelle Licht, das durch das Dimensionstor strahlt, strahlt durch die Wände, durch die Straßen, in die Stadt hinaus. Wer die Heilungsabende von der Astralseite sieht, sieht, wie die Lichter aus den Fenstern hinausscheinen. Durch das Tor kommen die geistigen Helfer, verarzten die Menschen auf spiritueller und geistiger Ebene und nehmen jene mit, die in der Zwischenebene gefangen waren und die bereit waren, ins Licht zu gehen. (Weitere Hintergründe zu den Geistheilungstagen in The Healer Jesus Lopez Nr. 5.)
Die Geistheilungsabende fanden nicht ohne Grund in der Altstadt statt. Es gab hier viel Schwere, viele verlorene Seelen und kriminelle Energien, die nicht reine Energien anlockten. Es wurde von weiter oben so gelenkt, um hier mehr Licht zu bringen. Durch das starke spirituelle Licht, wurden die Geister angelockt und wurden nach oben hin von den Helfern Gottes begleitet.
Das spirituelle Licht war von weiter weg zu sehen. Auch von Geistern, die nicht anwesend gewesen waren, die nicht wussten, dass es Heilung gab, die jahrelang oder jahrzehntelang in der Zwischenebene festsaßen. Und in der geistigen Welt spricht es sich herum. Wer es bis zum nächsten Heilungsabend nicht schaffte, kam trotzdem. Und wartete. Aber Geister, die warten, sind Geister, die sich langweilen. Und Geister, die sich langweilen, machen Geräusche.
Bevor er ging, manifestierte er ein Schild. Ein energetisches Schild, bildlich gesprochen, denn solche Schilde sind keine Schilder, sondern Schwingungsmuster, die im Raum hängen bleiben wie der Geruch von Weihrauch nach einem Gebet. Er prägte es in die Mitte des Zimmers ein: Ruhe bewahren. Hände weg von den Schaltern. Bis zum nächsten Heilungsabend.
Häuser speichern, was Menschen ihnen einprägen. Häuser speichern auch, was Heiler ihnen einprägen. (Wer das erweiterte Wissen der Energien in Häusern sucht, findet es in The Healer Jesus Lopez Nr. 18, Das verfluchte Zuhause: Was dort als familiäre Last beschrieben war, die sich in Wände einbrennt, gilt umgekehrt genauso. Häuser können Last tragen. Sie können auch Schutz tragen.)
Als er wieder in seinem Körper war, rief er Frau Conrad an und klärte sie über die Geschehnisse auf.
Die Wartenden in den Räumen hatten ihre Geschichten getragen – die Frau in der Tracht, der Soldat, der junge Mann an der Wand. Er hatte keinen von ihnen gefragt, was sie getan oder versäumt hatten. Er hatte ihnen nur gezeigt, wo das Licht war, und sie gebeten, in Ruhe darauf zu warten.
Doch ein Tor, das sich öffnet, öffnet sich in beide Richtungen. Gegenwärtig war der Spuk vorbei. Aber Jesus Lopez wusste: Die andere Seite hatte ebenfalls davon gehört. Die, die das Licht nicht meinen. Sie kommen langsamer als die Wartenden. Sie kommen vorsichtiger. Aber sie kommen. Und sie würden versuchen, dass die Geistheilungsabende nicht mehr dort stattfinden konnten.
Heilung schließt nicht. Heilung öffnet. Wer Heilung gibt, lädt ein, was Heilung sucht. Heilung öffnet auch neue Chancen, mit all den Wunden und Narben, die ein Mensch mit sich trägt. Auch negative Erfahrungen prägen und machen einen Menschen aus. Ein Heiler urteilt nicht über die Vergangenheit eines Menschen, sondern schenkt Balsam des Lichts.
Das Projekt »The Healer Jesus Lopez« ist ein reines Herzensprojekt. Es finanziert sich nicht über den Verkauf von Heften, sondern lebt von der Begeisterung und der Wertschätzung seiner
Leser.
Wer das Projekt unterstützen möchte, kann das hier machen: steady.page.
Das Herzensprojekt freut sich aber auch über eure Kommentare oder das Teilen in den sozialen Medien.
Ich danke euch von Herzen für eure wertvolle Unterstützung und die Treue als Leser.











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Ina (Dienstag, 02 Juni 2026 22:11)
Eine tolle spannende Geschichte.
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht.
Es lohnt sich immer, Deine Comics zu lesen.
Danke �