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Zu Lebzeiten in Kontakt bleiben

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… bevor aus „später“ eines Tages „zu spät“ wird.

Meme, Ouija-Brett, Jesus Lopez

Ein lustiges Meme zu einem ernsten Lebensthema. Wir leben in ständiger Erreichbarkeit und sind trotzdem oft voneinander entfernt. Ein kurzes „Wie geht’s?“ bleibt unbeantwortet. Treffen werden verschoben. Ein Anruf auf morgen vertagt. Und eines Tages gewöhnt man sich daran, dass Menschen zwar im Herzen wichtig sind, aber im Alltag keinen Platz mehr finden.

 

Die meisten Menschen denken, sie hätten noch Zeit:
Zeit für ein Wiedersehen.
Zeit für ein klärendes Gespräch.
Zeit, um Liebe auszusprechen.

Zeit, um sich zu entschuldigen.
Zeit, um einfach mal wieder ehrlich miteinander zu reden.

 


Doch das Leben fragt nicht nach dem perfekten Zeitpunkt. In Zukunft steht man vielleicht an einem Grab und merkt, dass die schlimmsten Schmerzen oft nicht aus Streit entstehen, sondern aus verpassten Momenten.

 

Aus Worten, die nie gesagt wurden. Aus Nähe, die man auf später verschoben hat.

Viele bereuen nicht, dass sie zu wenig gearbeitet oder zu wenig Geld verdient haben.

Sie bereuen, dass sie Menschen verloren haben, obwohl diese noch gelebt haben.


Eine kurze Geschichte: Jeden Donnerstag – zwei Tickets

Sie zog sich an, als wäre es ein gewöhnlicher Abend. Tasche, Mantel, ein kurzer Blick in den Spiegel.
„Ich gehe ins Kino“, sagte sie. Er nickte, ohne aufzusehen. Sie hatte ihn immer wieder darum gebeten, mitzukommen, aber die Arbeit konnte nicht liegenbleiben. Und so fragte sie ihn nicht mehr.

Der Bildschirm vor ihm leuchtete, voller Termine, voller Dringlichkeit. Arbeit. Fristen.
Das Unaufschiebbare, das sich doch immer verschieben ließ. Die Tür fiel leise ins Schloss.

Sie kehrte drei Stunden später zurück. Manchmal roch sie nach Popcorn, manchmal nach Regen.
Manchmal erzählte sie von dem Film. Er hörte sie nur halb, zwischen zwei E-Mails hindurch.

So vergingen zwölf Jahre. Dann kam der April. Sie starb mit achtundvierzig.

Herzstillstand in der Nacht. Ohne Ankündigung. Ohne Abschied.

 

Bei der Beerdigung trat ein Mann aus dem Kino zu ihm.

Er hielt einen Umschlag in den Händen, als trüge er etwas Zerbrechliches.

„Ihre Frau“, sagte er leise, „hat zwölf Jahre lang jeden Donnerstag zwei Tickets gekauft. Immer dieselben Plätze. Immer dieselbe Reihe. Der Sitz neben ihr blieb leer.“

 

Der Mann schluckte. „Warum zwei?“, fragte er schließlich.

„Sie sagte, das sei Ihr Platz“, antwortete der Kassierer.

„Sie meinte, Sie seien donnerstags beschäftigt. Aber sie wollte, dass Sie da sind.“

Der zweite Sitz blieb leer. Nicht einmal für Fremde. Nur für ihn. Er sagte lange nichts.

 

Arbeit. Projekte. Gespräche. Verpflichtungen. All das, was immer wichtiger gewesen war als ein freier Abend.

Und sie hatte nie protestiert. Nie gedrängt. Nie geklagt. Nur gewartet, still, geduldig, Woche für Woche.
Zwei Tickets. Ein Platz für sie. Und einer für ihn, der nie kam.

Zur Beerdigung brachte der Kassierer die letzten reservierten Tickets.
Der Mann sah darauf. Datum. Reihe. Sitz.

Und in diesem Moment verstand er, was er jahrelang nicht hatte sehen wollen.
„Ich hätte gehen können“, dachte er. „Jeden Donnerstag. Immer.“
Doch er war nie gegangen.

Manchmal lassen Menschen einen Platz für dich frei.
In Stille. Ohne Worte. Ohne danach zu bitten.
Und manchmal warten sie so lange, dass es kein Zurück mehr gibt. 

 

(Netzfund, kein Urheber feststellbar, literarisch verändert.)


Die Arbeit nimmt für viele Menschen sehr viel Raum ein. Besonders durch die Veränderungen durch die Künstliche Intelligenz. Vielleicht benötigen wir deshalb wieder mehr echte Begegnungen.

 

Weniger Oberflächlichkeit. Mehr Tiefe. Mehr ehrliche Gespräche über das Leben, den Tod, Spiritualität, Ängste, Hoffnung und das, was uns wirklich bewegt. Denn tief im Inneren suchen die meisten Menschen nicht nach Perfektion. Sie suchen nach Verbindung.

 

Da ich auch zu den viel arbeitenden Menschen gehöre, habe ich mir deshalb etwas überlegt:
Am Samstag findet unser erster spiritueller Stammtisch statt. Kostenlos und offen für alle, die sich austauschen möchten. Ohne Druck. Ohne Bewertung. Einfach Menschen, die offen über Leben, Erfahrungen, Spiritualität und persönliche Gedanken sprechen möchten. Vielleicht entstehen dort neue Gespräche und Bekanntschaften. Neue Perspektiven. Oder einfach das Gefühl, nicht allein zu sein mit seinen Gedanken. Denn echte Verbindung beginnt oft mit einem einzigen ehrlichen Gespräch.


📍 Ort: Praxis Jesus Lopez, Zievericher Mühle 8 A, 50126 Bergheim

🗓️ Datum: Samstag, 16. Mai 2026
Uhrzeit: 14:00 bis 17:00 Uhr
Anmeldung über das Kontaktformular oder spontan vorbeischauen.

 

Es gibt keinen festen Ablauf. Der Ablauf darf variieren.

 

Oder vielleicht sieht man sich am 30. oder 31. Mai bei den ganzheitlichen Gesundheitstagen in Bergheim.


Egal, ob ihr dabei seid oder nicht. Bleibt zu Lebzeiten in Kontakt. Nicht erst dann, wenn nur noch Erinnerungen bleiben.


Ich freue mich auf eure Kommentare, auf das Wiedersehen und das Teilen des Beitrages.

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Kommentare: 3
  • #1

    Gerlinde Moser (Montag, 11 Mai 2026)

    Jeden Donnerstag-2 Tickets.....leider wie wahr. Dazu kommt, dass Bilder der Verstorbenen immer präsent bleiben. Die Erinnerung an die Stimme verblasst sehr schnell. Wir in Österreich haben einen tollen, ehrenamtlichen Verein, der Gespräche unserer lieben Voausgegangenen wieder aufblühen lässt.
    Horch mal rein unter
    www.lebensblueten.at

  • #2

    Jesus Lopez (Montag, 11 Mai 2026 11:49)

    Liebe Gerlinde, vielen Dank für dein Kommentar und die Ergänzung. Liebe Grüße nach Österreich!

  • #3

    Ina Paulus (Mittwoch, 13 Mai 2026 09:15)

    Wie wahr, zum Glück gibt es die Möglichkeit für diejezdie es nicht selber können nach dem Tod eines lieben Menschen zu einem guten Medium zu gehen und unerledigte Dinge zu mit unseren Verstorbenen zu regeln. Aber die verlorene Zeit kann niemand zurückholen.
    Ich freue mich auf den Stammtisch, eine tolle Idee. Ich bin auf jeden Fall dabei.