· 

Geld und Spiritualität

Autoren: Andrea Lamonaca,  Jesus Lopez | 29. März 2020 | zurück zu allen Blogs

Das Thema „Geld und Spiritualität“ ist ein sehr umstrittenes Thema in der esoterischen oder spirituellen Szene.

 

So einige Menschen sind der Ansicht, wenn man energetisch arbeitet, so darf man keinen oder nur einen geringen Obolus an Geld dafür verlangen. Schließlich sei dies eine „geschenkte Gabe“.

Nun ist es an der Zeit, dieses Thema einmal näher zu beleuchten. „Geschenkte Gabe“ – was bedeutet dies? Es ist eine mir von Gott geschenkte Gabe. So wie die großen Pianisten oder Schriftsteller eine besondere Gabe mit auf den Weg bekommen haben.

 

Jeder kann Klavier spielen lernen (körperliche Verfassung vorausgesetzt), aber nicht jeder ist ein Ausnahmetalent und selbst wenn, heißt es üben, dranbleiben, viel Zeit, Energie und Enthusiasmus hinein zu stecken. Und diese Menschen sollten ihre Gabe anderen Menschen kostenlos zur Verfügung stellen? Nein, das gilt laut Meinung einiger Menschen nur für den Bereich, wo man mit seiner Gabe direkt anderen Menschen helfen kann.
Also sollten die Ärzte, Pflegekräfte usw. ihre Arbeit kostenlos machen?
Oder soll es bezahlt werden, wenn ein Arzt körperlich hilft, es aber nicht bezahlt werden, wenn ein Geistheiler an Körper, Geist und Seele arbeitet?

 

Wer hätte vor einigen Jahrzehnten gedacht, dass man mit spielen am Computer oder Playstation (Jugendliche und Erwachsene) Geld verdienen könne. Und wer gibt vor, was möglich ist und was nicht, 
wer mit etwas Geld verdienen darf und wer nicht? 

 

Leider herrscht in der Szene – man sollte es eigentlich gerade hier nicht meinen – viel Neid.
Neid auf das, was andere Menschen erreicht haben.

Was denkt ihr, was in den Köpfen der Menschen vor sich geht, die ausrechnen, wie viele Teilnehmer ich beim Geistheilungstag habe und was dies an Einnahmen bedeutet. Was sie nicht sehen, ist das, was dahinter steckt.

 

Abgesehen davon, dass bei einer Selbständigkeit ca. die Hälfte des Geldes für Steuern, Krankenversicherung etc. weg geht, werden auch noch andere Kosten wie z.B. Raummiete oder auswärts Hotelkosten, Benzin etc. bezahlt. Hat man einen Veranstalter, so erhält auch dieser einen bestimmten Prozentsatz des Umsatzes. Hat man eine bestimmte Größe erreicht, kann man auch die Hintergrundarbeit nicht mehr alleine stemmen. So werden auch Mitarbeiter, Steuerberater etc. von den Einnahmen bezahlt.

 

Was ich jedoch auch gerne zugebe, ja, ich verdiene gut. Nicht viele in der spirituellen Szene verdienen das. Aber auch hier steckt eine Menge Arbeit und Engagement dahinter. Die Menschen verstehen nicht, wie viele Jahre Vorarbeit nötig waren, um dorthin zu kommen, wo ich jetzt bin. Bereits seit meiner Jugend arbeite ich an meiner Berufung. Es reicht nicht, einfach nur eine Berufung zu haben. Ich bin bereits in meiner Schulzeit früher aufgestanden, um zu meditieren, Bücher zu lesen u.v.m. Ich habe schon als Teenager Kurse, wie NLP-Kurse, besucht. Habe mich die ganzen Jahre weitergebildet, Heiler aufgesucht, an mir gearbeitet. Habe sehr viel Zeit und Geld darin investiert. Auch ich habe zuerst angefangen, die spirituelle Arbeit nebenberuflich zu machen und es war auch für mich nicht immer leicht oder einfach. Oft war ich an einem Punkt, an dem andere aufgegeben hätten. Aber hier habe ich nicht aufgegeben, habe weiter gemacht, an mich und meine Arbeit geglaubt.

 

Und auch heute noch steckt sehr viel Arbeit im Hintergrund. Und heutzutage muss man auch noch sehr viel mehr können, wie z.B. Umgang mit den sozialen Medien (facebook, instagram usw.) und innovativ sein und Ideen entwickeln. Nicht in eingefahrenen Strukturen verhaften. Hieran scheitern viele.

Des weiteren ist es auch für Heiler nicht immer leicht, mit allen Energien umzugehen, eine Gruppe von 50 Menschen zu leiten und in die Prozesse zu bringen, allen gerecht zu werden.

 

Und dann heißt es: „Die Heiler sollten ihre Gabe umsonst zur Verfügung stellen?“

Ich bin der Meinung, dass hier der Respekt und die Achtung gegenüber der Arbeit, die Heiler, Heilpraktiker und alle anderen Menschen in diesem Bereich ausüben, fehlt.

 

Die Berufung ist mein Leben, aber ich lebe auch davon. Und ich kann mich dadurch noch mehr ausweiten, zu den Menschen hinfahren, noch mehr Menschen erreichen und sie in ihrer Befreiung unterstützen, noch mehr Heilung in die Welt bringen und helfen, diese Welt ein bisschen heiler und friedvoller zu gestalten.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Christa (Sonntag, 29 März 2020 14:13)

    Lieber Jesus, liebe Andrea,
    ihr seid eurer Berufung gefolgt. Das ist eine kostbare Gabe (der weite Weg war das Ziel, das Geschenk auch an uns!). Euch gilt mein großer Respekt und Dank. Es ist für mich beruhigend zu erleben, dass es herzoffene, bodenständige Menschen wie euch gibt, die auf ihre Art daran interessiert sind, unsere Welt zu einem friedlicheren Ort zu machen, den Menschen Zugang zu ihrer Seele, zu ihren Licht- und Schattenseite zu verschaffen, um letztlich in mehr Eigenverantwortung heil(er) werden zu können.
    Das ist doch wunderbar. Natürlich muss das auch finanziell entlohnt werden. Ich finde auch nicht, dass eure heilsame Dienstleistung zu hoch bezahlt wird.
    Ärzte werden meistens reichlich entlohnt.....
    Für euch spielen Körper, Geist und Seele eine Rolle, eine gute Ergänzung zur rein wissenschaftsorienierten Medizin. So erlebe ich es in der gelegentlichen Zusammenarbeit von Heilern und Heilpraktikern mit Ärzten. Das ist ein guter Anfang.
    Ich wünsche euch weiterhin viele heilsamen Erfolge und mehr Verständnis und Vertrauen von euren Kritikern.
    Alles Liebe
    Christa