Neurogenes Zittern

Autor: Jesus Lopez | 22. Dezember 2019 | 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Was ist neurogenes Zittern?

Jedes Tier hat es im Instinkt. Nachdem es eine angstvolle, stressige, traumatische Situation erlebt hat, schüttelt es sich, um den Stress abzubauen. Das Abschütteln der Angstspannung haben wir verlernt und dies ist auch einer der Gründe, warum sich der Stress im Körper abspeichert.

 

Bei den Geistheilungstagen zeigt sich dieses Phänomen auch. Menschen fangen an, unkontrollierte Bewegungen zu machen und schütteln sich. Je länger, um so mehr Spannung löst sich. 

 

Was sind die Erklärungen für dieses Zittern?

Aus der Traumatherapie wurde diese Technik (TRE) entwickelt, um Menschen in Krisengebieten die Möglichkeit zu geben, ihre traumatischen Erlebnisse los zu lassen und zu verarbeiten. Über das Zittern werden tiefsitzende Verspannungen losgelassen und der Körper gelangt in sein ursprüngliches Gleichgewicht zurück. Mit der Zeit haben andere Menschen diese Technik für sich entdeckt und leiten es unter einem anderen Namen weiter, nicht unbedingt im traumatischen Bereich. Es sollte auch nicht unbedingt darauf eingeschränkt werden. Dazu aber weiter unten mehr. (Aber Finger weg von Traumapatienten.)

 

Was dabei vergessen wird, es ist eine natürliche Reaktion, die jeder Mensch hat und wieder erlernen kann. Wir sollten weg von der Fixierung auf Techniken und die Techniken als Werkzeug sehen, um wieder in unseren natürlichen Zustand zu gelangen. Es sind nur Hilfsmittel an sich.  
Bei den Techniken, die man bei Seminaren erlernen kann, führen die Anwender eine festgelegte Reihe von Übungen durch, die den Körper darauf vorbereiten, um dann minutenlang zu zittern. 

  

So weit, so gut. Bei den Geistheilungstagen passiert das Ganze aus einer anderen Intention und Prozessen heraus. Dieses Zittern ist kein "neues" Phänomen und ist bei Heilern von tausenden von Jahren bekannt. Zum Beispiel in Afrika gehen die Voodoo-Teilnehmer viel lockerer mit diesem Zittern um und Osho hat eine Kundalinimeditation entwickelt, in der die Teilnehmer aktiv in die Bewegung gehen.

Was ist bei den Geistheilungstagen anders?

Hier gehen wir beim neurogenen Zittern ein paar Stufen weiter. 
Hier wird das Zucken nicht aktiv gesteuert, sondern durch den Anstieg der Energien im Raum und der Aktivierung der Kundalini-Energie werden zusätzlich spirituelle Prozesse und Zugänge aktiviert. 
Es wird immer leichter in diese Zustände rein zu kommen, je öfter man es macht. Gleichzeitig lernt man, von alleine bewusst rein und rausgehen zu können, wie auch die Verarbeitung schneller zu durchlaufen und dadurch schon nach Minuten in die innere Stille zu gelangen. 
Ein weiterer Fortschritt der spirituellen Verarbeitung ist, dass durch die losgelösten Spannungen Energie freigesetzt wird, die der Körper für die Verarbeitung und für das spirituelle Wachstum nutzt. 

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