Die eigenen Masken ablegen

Autor: Jesus Lopez | 03. Januar 2009 | 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Dieser Beitrag wurde am 03.01.2009 auf Groops veröffentlicht. Ich hatte ihn für alle geschrieben, die folgende Erfahrung bei mir erleben durften oder auch für diejenigen, die sich nach einem Geistheilungstag fragen, was sich da verändert hat. 

 

Mir ist aufgefallen, dass die Masken bei manchen meiner Klienten nach einer Behandlung abfallen. Sie haben nun die Möglichkeit, sich selbst wieder zu erkennen. Das ist einer der Gründe, wieso man danach erst verwirrt ist. Es hängt aber von jedem selbst ab, ob er in die alte Rolle noch einmal hinein schlüpfen möchte, oder eine neue annehmen will.

 

 

In ca. 30 min. können die Masken fallen, anstatt sich tagelang mit dem eigenen Thema auseinander zu setzen. Nach dem Geistheilungstag ist dies auch der Fall. Hierdurch kann noch viel mehr geschehen.


 

Jeder von uns hat seine Masken!

Diese erfüllen sehr unterschiedliche Aufgaben: Sie verbergen das (wahre) Gesicht (das Ich), sie schützen das Gesicht, mit Hilfe der Maske verwandelt sich der Träger in die sie darstellende Figur, sie ermöglichen neue (übernommene) soziale Rollen einzuüben, etc.

 

Wir setzen im Leben auch verschiedene Masken auf. Die Bedürfnisse des Ichs stehen oftmals im Widerspruch zu den Ansprüchen aus der Umwelt. Dies stellt einen Konflikt mit unserem Ich dar, das diverse Bedürfnisse hat, sich auszudrücken.

 

Diese Masken werden in der Tiefenpsychologie, C. G. Jung, als Persona bezeichnet. Die Persona bezeichnete ursprünglich von den Schauspielern verwendete Masken im griechischen Theater. Um die Gefühle ihrer Rollen besser zum Ausdruck zu bringen. Außerdem dienten sie als Schallverstärker. Aus dem Lateinischen abgeleitet (personare = hindurchtönen).

 

Die Persona in der Tiefenpsychologie ist eine Art Hülle des Ichs, die Rollen, die wir im Leben annehmen z.B. als Eltern, Chef, Arbeitnehmer etc. Ist man beispielsweise in der Arbeit einem bestimmten Verhaltenszwang ausgesetzt und fügt man sich diesem Zwang, obwohl man es eigentlich nicht möchte, so ist dies stark maskenhaft und es kann zu inneren Konflikten kommen. Die Persona möchte den äußeren Ansprüchen entsprechen, das Ich hingegen strebt die eigenen Impulse und Bedürfnisse an. Diese Konfliktsituation kann so stark werden, dass wir unserem Ich unterliegen und die Persona nun glaubt das Ich zu sein. Die eigene Individualität kann nicht mehr ausgedrückt werden. Es stellt sich nun die Aufgabe zu erkennen, zu unterscheiden und sich selber zu finden.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0