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Corona: Geld vom Staat

Blog: Jesus Lopez | Aktualisiert am 07.06.2020 | Lesezeit: 15 Minuten |  zurück zu allen Blogs

Mit Geld umgehen

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Auch wenn ihr Hilfe vom Staat beantragen könnt, nicht vergessen, das Geld muss auch zurück gezahlt werden. Es sind keine Geldgeschenke und die Unternehmen werden dadurch auch geschwächt. 


Normalerweise sollte sich eine freie Marktwirtschaft selbst bereinigen und schwache Unternehmen werden von alleine vom Markt verschwinden.

In dieser Notsituation werden aber auch starke Unternehmen in eine missliche Lage geraten. 

 

Ich habe gelernt, mindestens für ein halbes Jahr Geld für Notfälle oder für kurzfristige Anschaffungen zurück zu legen. Ich bin auch immer wieder überrascht, dass viele Menschen diese einfache Regel nicht umsetzen können oder sogar durch ihre Jobs nicht in der Lage sind, Geld zu sparen, weil sie zu wenig verdienen.

 
Uns geht es gut und ich bin einer der wenigen Geistheiler, die von ihrer Berufung leben können.
Vielen Menschen geht es aber nicht so oder sie haben hohe laufende Kosten.

Für alle, die aber nun eine Finanzspritze brauchen, habe ich hier in meinem Blog kurzfristig alle wichtigen Informationen zusammen getragen. Ich hoffe, ich kann so dem ein oder anderen auf diese Weise helfen:

 

Inhaltsangabe

Wie bekommen auch Selbstständige, Einzelunternehmer, Freiberufler und kleine Unternehmen Unterstützung? Und wie genau sehen die Hilfspakete aus?

Inhaltsangabe über die Unterstützungen und was in Zukunft noch geplant ist:

  1. Bundesregiereung senkt den Mehrwertsteuersatz
  2. Soforthilfeprogramm
  3. Steuerliche Erleichterungen
  4. KfW-Kredite, Bürgschaften und Finanzierungen
  5. Änderungen bei der Kurzarbeit (Infotelefon)
  6. Künstler und Freiberufler
  7. Grundsicherung bei Selbstständigen
  8. Kinderbetreuung
  9. Ihr selbst könnt nicht mehr arbeiten gehen
  10. Eure Mitarbeiter können nicht mehr arbeiten gehen
  11. Erfahrungsberichte von Unternehmern
  12. Zusätzliche Informationen: Corona

Bundesregierung senkt den Mehrwertsteuersatz

Zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2020 wird der Mehrwertsteuersatz von 19 auf 16 Prozent gesenkt, der ermäßigte Satz von 7 auf 5 Prozent. Damit möchte die Bundesregierung den Binnenkonsum ankurbeln. Ob der gesenkte Mehrwertsteuersatz beim Kunden landet, werden die Unternehmen selbst entscheiden. 

Soforthilfeprogramm

"Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern. 

Wir arbeiten an dem elektronischen Antragsverfahren. Die Website mit den elektronischen Antragsformularen wird am Freitag (27. März 2020) online gehen. Der Link wird Ihnen hier zur Verfügung gestellt. Bitte haben Sie bis dahin noch ein wenig Geduld.

 

Alles zur Soforthilfe: https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

 

Aufgrund von Betrugsfällen mit Fake-Internetseiten und der Ermittlungen des Landeskriminalamtes wurde das Antragsverfahren und die Auszahlung der NRW-Soforthilfe 2020 zum Schutz der Antragstellerinnen und Antragsteller vorübergehend gestoppt. Neue Anträge können nun wieder gestellt werden. Bitte bei der Antragsstellung nur eine gültige deutsche IBAN, die dem Finanzamt bekannt ist.

 

Bitte keine Suchmaschinen benutzen und nutzen Sie für die Antragstellung ausschließlich folgenden Link: https://soforthilfe-corona.nrw.de

Unterstützung von der Bundesregierung

Das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium haben am Freitag, dem 13. März ein umfassendes Maßnahmenpaket für Unternehmen beschlossen.
Dieser „Schutzschild“ ruht auf vier Säulen:

  1. Erleichterung der Kurzarbeit: Gibt es nicht mehr genug Arbeit für eure Angestellten, könnt ihr nun eher Kurzarbeitergeld beantragen. Bislang ging das nur, wenn ein Drittel eurer Mitarbeiter nichts mehr zu tun hatte. Nun reichen bereits 10 % für den staatlichen Zuschuss.
  2. Mehr Flexibilität bei Steuern: Beispielsweise können Steuerzahlungen aufgeschoben und Vorauszahlungen reduziert werden. Auch wird bis zum 31. Dezember 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet.
  3. Hilfspaket in Milliardenhöhe: Im Zentrum dieses Pakets steht eine Stärkung der KfW-Bank und der Landesförderinstitute. Diese sollen Unternehmen aller Größen mit zusätzlichen Förderungen unter die Arme greifen. Kleinstunternehmer und Freiberufler sind ausdrücklich eingeschlossen.
  4. Stärkung des europäischen Zusammenhalts: Europäische Maßnahmen wie beispielsweise eine „Corona Response Initiative“ in Höhe von 25 Milliarden Euro sollen bald folgen.

Steuerliche Erleichterungen

Das hört sich im ersten Moment gut an. Aber es ist auch gleichzeitig eine Warnung, dass uns einiges bevorsteht. Der wirtschaftliche Faktor wird nach dem Virus unser Leben länger und langfristiger beeinflussen. 

 

Hier steuerliche Erleichterungen und Möglichkeiten als Beispiel:

  1. Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer
    bzw. Körperschaftssteuer auf Antrag
  2. Stundung fälliger Steuerzahlungen
  3. Erlass von Säumniszuschlägen
  4. Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
  5. Sozialbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden können sich Arbeitgeber voll vom Staat erstatten lassen (vorher nur zu 50 Prozent)
  6. Um die Hilfsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, solltet ihr frühzeitig Kontakt mit euren zuständigen Steuerberatern oder mit eurem Finanzamt aufnehmen.

Hier alle aktuellen Informationen vom Bundesland NRW: https://www.land.nrw

 

KfW-Kredite, Bürgschaften und Finanzierungen

Als weitere Überbrückungshilfe stehen Unternehmen bereits verschiedene Fördermaßnahmen zur Verfügung. Diese wurden jedoch nicht alle speziell für die Corona-Krise geschaffen!

 

Die KfW vergibt zum Beispiel Kredite zu besonderen Konditionen und sichert aktuell die Liquidität von Unternehmen mit Engpässen. Hier findest Du die Informationen.


Ebenso können auch Landesförderinstitute zum Beispiel Bürgschaften übernehmen.

 

Weitere Informationen über aktuelle Unterstützungsangebote findet ihr in diesem Dokument des BMWi.

 

Telefonnummer: Insbesondere für kleine Unternehmen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aktuell eine Hotline eingerichtet, unter der ihr euch über die verschiedenen Möglichkeiten informieren könnt:

030 / 18615-1515
Mo. bis Fr. von 9.00 bis 17.00 Uhr.

 

Änderungen bei der Kurzarbeit

Bisher konnten Betriebe Kurzarbeit erst dann beantragen, wenn mindestens 1/3 der Belegschaft von einem Arbeitsausfall betroffen war. Nach einem Beschluss der Bundesregierung ist das nun bereits bei 10% möglich.

 

Bei Kurzarbeit könnt ihr die Arbeitszeit euer Angestellten so weit wie nötig reduzieren.
Sogar bis auf null Stunden.

 

Für die gestrichene Arbeitszeit werden die Mitarbeiter vom Staat mit 60 Prozent des pauschalierten Nettolohns entschädigt – 67 Prozent, wenn sie ein oder mehrere Kinder haben.

 

Ein Beispiel zur Anschaulichkeit: Ein Angestellter bekommt normalerweise 2.500 Euro netto.
Würde er gar nicht mehr arbeiten, bekäme er vom Staat ungefähr 1.650 Euro netto.
Arbeitet er die Hälfte der Zeit, zahlt ihr ihm dafür auch die Hälfte seines normalen Gehalts. Für die verbliebene Hälfte springt der Staat ein.

 

Hier sind alle Informationen: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

 

Künstler und Freiberufler

Durch die Ausfälle von Veranstaltungen sind insbesondere Künstler, Eventprofis und Kreative in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Die Kulturbehörden der Länder arbeiten derzeit mit Hochdruck an Hilfemaßnahmen. Neben der oben beschrieben Maßnahmen, hier weitere Möglichkeiten für die Berufsgruppen: 

An alle: Nach der Zeit des Virus verstärkt kulturelle Veranstaltungen besuchen. 

 

Grundsicherung für Selbstständige

Reicht euer Einkommen nicht zum Leben und ihr habt keine Vorsorge getroffen, gibt es Hilfe von der Bundesagentur für Arbeit. Grob zusammengefasst gibt es hierbei zwei Möglichkeiten:

Beantragt dafür die Grundsicherung – auch bekannt als Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV.

Die Höhe wird individuell berechnet und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Am besten sprecht ihr dazu direkt mit eurem Kundenberater bei der Agentur.

 

Kinderbetreuung

Alle Bundesländer haben Kitas und Schulen geschlossen, um die Corona-Verbreitung zu verlangsamen. (Dann sich auf dem Spielplatz mit anderen Kindern treffen, war nicht der Plan...)

 

Die Kitas und Schulen bieten in den meisten Fällen eine Notbetreuung an, die jedoch auch nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden kann. Grundsätzlich müsst ihr euch als Selbstständige selber um die Kinderbetreuung kümmern.

 

Achtung: Für die Kinder besteht keine große Gefahr wie bei Influenza. Aber es wird abgeraten, dass die Großeltern die Kinder beaufsichtigen. Besonders diese gehören zur Risikogruppe.

Ihr selbst könnt nicht mehr arbeiten gehen

Es gibt folgende Möglichkeiten:

  1. Ihr seid selbst erkrankt: Dieser Fall ist für euch nicht anders, als würdet ihr mit einer anderen Krankheit zu Hause bleiben müssen. Ihr könnt nicht arbeiten und verdient somit auch nichts.
    Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit würdet ihr gesetzliches Krankengeld erhalten.
  2. Ihr seid in Quarantäne: Seid ihr in häuslicher Quarantäne, könnt aber ganz normal am eigenen PC arbeiten, ändert sich für euch nichts. Denn schließlich verdient ihr weiterhin euren Lebensunterhalt.

Wichtig: Anders sieht es aus, wenn die Quarantäne euch davon abhält, eurem Beruf nachzugehen.
In diesem Fall greift das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (viel Spaß beim durchlesen.) Danach steht euch eine Entschädigung für eure Verdienstausfälle zu. Der Staat zahlt euch eine monatliche Summe, die sich an eurem letzten Jahreseinkommen orientiert.

 

Angestellte fallen aus

That's life: Aus reiner Angst vor dem Coronavirus dürfen Angestellte nicht zu Hause bleiben oder gar die Arbeit verweigern. Sind eure Mitarbeiter gesund, sind sie euch als Arbeitgeber gegenüber verpflichtet und müssen wie gewohnt ihren Job machen. Sonst drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen.

 

Angestellter wird krank: Bekommt weiterhin seinen Lohn ausgezahlt.

 

Quarantäne: Ist der Angestellte noch nicht erkrankt, nur vorsorglich in Quarantäne und kann von zuhause aus normal weiter arbeiten, dann muss er das auch. Wenn nicht, greift das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. 
In dieser Situation übernimmt der Staat die Entschädigung.

 

Weitere Informationen für Arbeitnehmer sind hier zu finden: ZDF

 

Erfahrungsberichte von Unternehmern

Vielleicht seid ihr selbst Selbstständig und das Interesse für das Thema ist groß.
Gerne kannst du deine Erfahrungen unter Kommentare (unten) teilen.

 

Hier sind einige Erfahrungsberichte von Unternehmern die wegen Veranstaltungsabsagen, in die Existenzkrise gekommen sind: Handelsblatt.

 

...Es sei zu befürchten, dass etwa 40 Prozent der Messebauer unwiederbringlich vom Markt verschwinden werden, warnt Simon Damböck, Chef von Atelier Damböck Messebau aus Neufinsing bei München....

Weitere und wichtige Seiten zum Corona Virus

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Kommentare: 1
  • #1

    Jesus Lopez (Donnerstag, 19 März 2020 13:12)

    Es ist noch nicht abzusehen wenn die Ausgangssperre verhängt wird, was noch auf uns zukommt und wie lange es noch dauern wird.